Mensa AG


Besser essen in MOL, so geht´s!

März 2018:

Drei Monate nach der Auftaktveranstaltung der Lokalen Tafelrunde MOL kommt der Ball ins rollen. In Buckow ist jetzt im März das erste Informationstreffen zum Thema „Gründung einer Mensa AG“ mit Lehrern, Sozialarbeitern, Eltern und Schülern begleitet von Herr Luther (Projektmitarbeiter der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Brandenburg). Rehfelde ist auch dabei, mit Hilfe des Schulsozialarbeiters eine Mensa AG an den Start zu bringen. Ziel ist es, zu Beginn des neuen Schuljahrs im Herbst 2018 die Mensa AGs etabliert zu haben und während des Schuljahres aktiv zu werden, was das Thema Essen angeht.
Schritt für Schritt nähern wir uns dem Ziel: besser essen in MOL!“

Dezember 2017:

Bei der Auftaktveranstaltung der Lokalen Tafelrunde MOL am 11. Dezember 2017 haben sich 25 Schüler, vor allem aus Strausberg und Rehfelde, drei Stunden über das Essen in ihren Schulen ausgetauscht.
Hier sind die 4 KONKRETEN HANDLUNGSSCHRITTE, die daraus entstanden sind und andere wichtige Themen.

Ziele und nächste Schritte

  • Um kreisweit zu ermöglichen, dass jede Schule eine Mensa-AG hat, werden die Schulen besucht, um direkt vor Ort Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Best Practice Beispiele und Formatvorlagen (z.B. für Protokolle, Einladungen, Fragebögen o.ä.) vorzustellen.
  • In Rehfelde wird ein Gespräch mit dem Essenversorger geführt werden, um eine Lösung für die monatliche und wöchentliche Wiederkehr von unbeliebtem Essen im Speiseplan zu finden.
  • In Strausberg werden zukünftig alle Beteiligten (Stadt, Schule, Kinder und Jugendliche) an einen Tisch kommen, die Situation vor Ort genauer abklären und für jede Schule gesonderte Handlungsschritte aufstellen.
  • Dieses Thema wird in den jährlich stattfindenden Kinder- und Jugendkonferenzen in Strausberg (nochmals) aufgenommen.

MENSA AG

⇒ Kurzinformation zur Initiierung von Mensa-AGs

Ansprechpartner für Antragstellung und Fragen:
Jens Luther
Projektagentur gGmbH
Team: Qualitätsoffensive
Telefon: 0331 -7308556
Mobil: 0157 – 749 798 18
Mail: luther@projektagentur-berlin.de


SPEISEPLAN CHECK
Die bundesweite Kampagne „Macht Dampf!“ hat eine tolle Website entwickelt inklusive einem einfachen und nutzerfreundlichen Speiseplan Check. Das Einzige, was du brauchst, ist ein Speiseplan für eine Woche (obwohl natürlich 2 oder 3 Wochen einen besseren Überblick bieten).


Weitere wichtige Themen, die von den 25 Schülern angesprochen wurden: 

Die Idee der Mensa-AG und anderer Beteiligungsmöglichkeiten

  • In jeder Schule sollte eine Mensa-AG eingerichtet werden.
  • Ebenso wurde deutlich, dass die Schüler/innen gern aktiv teilnehmen wollen am Essenprozess, indem auch sie Verantwortlichkeiten übernehmen, wie z.B. das Tischdecken oder den Raum mitgestalten.

Die Qualität des Schulessens & warum so viele nicht teilnehmen

  • Von den 25 Anwesenden essen tatsächlich nur 6 Schüler/innen in der Schule.
  • Schlechte Erfahrungen wurden gesammelt in der Mensa, z.B. mit Fundstücken im Essen oder gar mit dem Erdbeer-Skandal.
  • Das ausgeteilte Essen ist oft nur noch lauwarm und labbrig, hat also wenig Konsistenz.
  • Die Schüler/innen wünschen sich (noch) mehr Alternativen und Abwechslung zur Auswahl (die dann auch für alle reichen) und Essensbezeichnungen.
  • Es müsste mehr Obst und Gemüse sowie Joghurt zur Auswahl geben.
  • Küchenpersonal sollte: Freundlich sein, ein hygienisches Äußeres vorweisen, es sollten genügend Mitarbeiter vor Ort sein.

Alternativen, die zum herkömmlichen Essenangebot geschaffen wurden und gut funktionieren

  • Schülerfirmen, die selbst gemachte Sandwiches anbieten
  • Snackautomaten oder der günstige Imbiss/Bäcker nebenan.
  • Schüler/innen fühlen sich hier individueller behandelt und können sich mehr nach ihren eigenen Bedürfnissen und Zeitplänen richten.

Wünsche an die Essenvergabe bzw. den Raum und die Rahmenbedingungen

  • Der Raum sollte warm und in der Nähe mehrere Toiletten sein.
  • Gute Belüftung und eine gute Beleuchtung, ebenso müssen genügend Sitzplätze vorhanden sein. Freundliche Atmosphäre.
  • Toll wäre auch die Möglichkeit, bei schönem Wetter draußen zu essen.
  • Eine Pausenzeit zwischen 40 und 50 Minuten wäre ideal.
  • Die Essenspause sollte auch nicht so spät im Tagesverlauf (wenn Schule schon fast vorbei ist) angesetzt sein, sondern möglichst „mittig“ im Schulalltag.
  • In den öffentlichen Kantinen, wie z.B. im Oberstufenzentrum, sollen mehr Kassen zur Verfügung stehen, um einen zügigeren Ablauf zu gewährleisten.
  • Das Essen soll appetitlich aussehen und ansehnlich auf dem Teller angerichtet sein – am liebsten wäre es den Schüler/innen, wenn sie ihr Essen selber nehmen und auswählen dürfen.

Mit Rat und Tat an deiner Seite –
Vernetzungsstelle Schulverpflegung Brandenburg

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Brandenburg ist Teil der bundesweiten IN FORM Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung.
Sie beraten, informieren und vernetzen alle Akteure, die sich für eine schmackhafte und gesundheitsförderliche Verpflegung und eine nachhaltige Ernährungsbildung an Schulen vor Ort engagieren.

Projektflyer mit Angeboten wie Infoabende, Arbeitstreffen, Workshops und Fortbildungen

Vernetzungsstelle Schulverpflegung Brandenburg
c/o Projektagentur
Behlertstr. 3A Haus H1
14467 Potsdam
Tel 0331 620 34 32
Fax 0331 730 85 57
e-Mail info@schulverpflegung-brandenburg.de

Wettbewerbe für Schulen

Jedes Jahr gibt es mehrere Wettbewerbe für Schulen rund um das Thema Verpflegung und Ernährung. Natürlich ist der Preis, wie z.B. eine modern ausgestatte Lern-Küche, ein starker Motor um aktiv zu werden, aber auch ohne Preis weist die Teilnahme einen großen Gewinn an Ernährungsbildung und Gemeinschaftsgefühl aus.

Aktuelle Liste von Wettbewerben für Schulen, zusammengestellt von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Brandenburg